Tierheilpraxis / Tierphysiotherapie Kerstin Pahlke
Tierheilpraxis / Tierphysiotherapie Kerstin Pahlke

Tierheilpraxis  Tierphysiotherapie Tierosteopathie

Inh.: Kerstin Pahlke

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Die Blutegeltherapie

Blutegel besitzen in ihrem Speichel (Salvia) diverse Wirkstoffe. Dazu gehören entzündungshemmende Substanzen (z.B. Hirustasin, Eglin, Hyaluronidase) und gerinnungshemmende Substanzen (z.B. Hirudin, Saratin/Calin). Der Nutzen dieser Protease-Inhibitoren aus Sicht des tierischen Patienten besteht in der Entzündungshemmung, Schmerzreduktion, Gerinnungshemmung, Förderung der Durchblutung und nicht zuletzt der antimikrobiellen Wirkung.

Wie "arbeitet" ein Blutegel?

Blutegel besitzen einen "Bissapparat", bestehend aus drei Zahnreihen mit je 80 Kalkzähnchen, die sich in schnell rotierenden Bewegungen durch die Haut arbeiten. Der Blutegel ist in der Lage, das 6 - 8fache seines Volumens an Blut zu saugen.

Wann können Blutegel eingesetzt werden?

Die Blutegeltherapie wird vor allem zur Behandlung von Hüftgelenksdysplasie (HD) und Arthrosen des Hundes eingesetzt. Auch bei Nervenschädigungen, Blutergüssen und Schleimbeutelentzündungen werden die Blutegel gerne verwendet.

Haben Sie gewusst...

Die Blutegel gehören der Gattung der Ringelwürmer an. "Echis" bedeutet so viel wie "kleine Schlange". Weltweit gibt es ca. 600 Egelarten. Etwa 15 Blutegelarten werden für medizinische Anwendungen genutzt. Die Hauptarten sind die Hirudo verbana, orientalis und medicinalis.

Der Hirudo medicinalis verfügt über 5 Augenpaare im Kopfbereich (Ocellen), mit denen Schattenwahrnehmung möglich ist um eine mögliche Flucht zu sichern. Auf der Haut besitzt der Hirudo medicinalis starre Cilien ("Wimpern", Mechanorezeptoren) die der Wahrnehmung von Wellenbewegung zur Beuteortung dienen. Auf dem ganzen Körper verteilt wirken Chemorezeptoren ähnlich wie Zunge und Nase zur Beuteortung. Im Mundbereich hat der Egel Thermorezeptoren, die der Beuteortung der Warmblüter dient.

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